Weltcup Pragelato (ITA) 23.01.2005
Missglückte Olympia Hauptprobe in Turin...
Nun stand also das dritte aufeinander folgende Weltcup Wochenende in Pragelato an. Dort finden bekanntlich nächstes Jahr die Olympischen Winterspiele 2006 statt. Ich war schon ganz gespannt was mich dort erwarten würden, denn man hörte von allen Seiten bisschen was anderes. Als wir dort angekommen sind, bestätigte sich mein Eindruck, dass es eventuell ein bisschen chaotisch werden könnte. Die Akkreditierung gabs mal schon nicht dort wie vorgesehen und auch die Bagger waren eher in Überzahl als die Parkplatzmöglichkeiten...
Am Samstag sah dann schon vieles anders aus. Ok, die Absperrungen waren auch hier vom Winde verweht, aber dies kennen wir ja schon seit Otepää. Die Strecken waren gut präpariert und ich finde sie auch genug anspruchsvoll, vor allem der Skatingteil hat es wahrlich in sich. Da wir in Sestriere auf knapp 2000 mü.M. schliefen, entschieden wir uns nur den Skiathlon zu laufen und den Teamsprint auszulassen und dafür uns zwei Tage noch zuhause zu erholen, ehe es am Dienstag nach Pontresina zur WM Vorbereitung geht. Aber nun doch noch zum Skiathlon vom Samstag. Auf dem klassischen Teil fühlte ich mich wirklich wohl, das Tempo war nicht all zu schnell (Björgen, Pedersen uns Smigun fehlten) und ich war wirklich voller Zuversicht was die zweite Hälfte betraf (skating). Leider änderte sich dies Schlagartig nach dem Wechsel. Auf der ersten Runde (2.5km) ging einfach nichts mehr, mir war übel und ich fühlte mich wie benommen, keine Ahnung wie ich wo gelaufen bin, ich war wie im falschen Film. Dann gab es Cola und es lief mir wieder einigermassen besser und ich kämpfte mich noch ins Ziel. Leider auf Platz 32 was keine Punkte und in Anbetracht bei 41 gestarteten gar nicht gut einzustufen ist.
So war also die Hauptprobe für Turin mächtig in die Hosen gegangen. Aber zuerst gibt es ja noch die WM 2005 und dann noch mal einen Sommer um zu trainieren. Nun geht es also am Dienstag nach Pontresina und auf Mouttas Muragl um zu schlafen. Der nächste Wettkampf kommt auch schon wieder am Mittwoch, nämlich der Grandprix Pontresina (Nachtsprint).
 
Weltcup Nove Mesto (CZE) 17.01.2005
Zwei Mal Punkte an einem Wochenende.
Und schon wieder kann ich euch erfreuliches berichten. Am vergangenen Wochenende beim Weltcup in Nove Mesto (CZE) holte ich zum ersten Mal bei einem skating Distanzweltcup Punkte. Mit meinem 27. Platz habe ich somit meine gute Form bestätigt. Ich muss zwar sagen, dass ich während dem Wettkampf immer an 23. Stelle gelegen war. Erst auf den letzten 2 Kilometern war ich so am Anschlag, sodass ich noch 4 Plätze verloren habe. Ist zwar schade, aber in Anbetracht, dass wir in einer Woche mit dem Höhentrainingslager für die WM beginnen, denke ich positiv und somit werde ich dann an der WM das Tempo durchlaufen.
Auch am Sonntag beim skating Sprint fühlte ich mich beim einlaufen wieder gut. Leider habe ich beim Prolog beim letzen Anstieg sinnlos eine Sekunde verschenkt, da ich nicht wirklich mit dem Kopf bei der Sache war. So fehlten mir 1.2 Sekunden auf Platz 16. Trotzdem konnte ich mit dem 20. Platz zufrieden sein, war es doch mein zweitbestes Sprintresultat. Wie es nun mit der roten Gruppe (Top 30 über ein ganzes Jahr) ausschaut, weiss ich leider noch nicht, aber ich werde euch sobald ich mehr weiss darüber informieren. Nächstes Wochenende steht nun der Weltcup in Pragelato an. Dies sind die Strecken, bei welchen wir nächstes Jahr um Olympische Medaillen fighten werden. Am Samstag findet ein Skiathlon über 15km statt und am Sonntag ein klassischer Teamsprint.
 
Weltcup Otepää (EST) 10.01.2005
14. Platz über 10 Kilometer klassisch!
Frisch erholt und mit einem guten Gefühl ging es am Donnerstag den 6. Januar nach Otepää. Das heisst wir flogen über Copenhagen nach Tallin und dann gab es nochmals 3 Stunden Busfahrt quer durch das Land. Der Freitag, an welchem es nur einmal regnete, wurde wie üblich zur Streckenbesichtigung und zum Skitesten genützt. Am Samstag morgen regnete es zwar nicht mehr, aber mit Temperaturen um die vier Grad plus war es doch ungewöhnlich warm. Ich fühlte mich beim einlaufen schon richtig gut, aber wusste nicht so recht welchen Wettkampfski ich auswählen wollte. So entschied ich mich zuerst einmal für meinen älteren bekannten Klisterski. Harry unser Serviceman lief dann noch mal mit dem anderen und kam begeistert zurück „dass sei eine Rakete...“ nun war ich verunsichert, trotzdem blieb ich bei meiner Variante, da ich mehr Vertrauen in meinen ausgewählten Ski hatte. Ich lief mich weiter ein und überlegte. Nachdem ich 10 Minuten vor dem Start mich in der Wachskabine umzog, entschied ich mich nun doch noch für den neuen Ski, welchen ich noch nie gelaufen bin. Aus dem Starthäuschen lief es mir sehr gut, da ich mit Startnummer 12 schon früh dran war, musste mein Ziel sein, überall wo ich vorbeikomme Bestzeit zu laufen. Und so lief ich eine ganz schnelle erste Runde und bekam super Zwischenzeiten. Auch in der zweiten Runde riefen mir immer mehr andere Nationen die Zeiten zu und feuerten mich regelrecht an. Auf einmal schrie Erwin Lauber das ich nach der ersten Runde an achter Stelle gelegen hätte – eine Top Ten Platzierung wäre möglich. Nun bekam ich schwere Beine und musste wirklich kämpfen. Am Schluss war ich auf Platz 14 rangiert und habe somit meine erste Top 15 Platzierung erreicht. Ich war überglücklich im Ziel und es freuten sich sehr viele andere Läuferinnen mit mir und gratulierten mir herzlich.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserer Service Mannschaft, diese haben mir das perfekteste Material für diesen Wettkampf geliefert und ich glaube ich habe das beste daraus gemacht! Aber ich weiss nun, dass auch die Top 10 möglich sind. Am Sonntag wäre dann ein klassischer Sprint auf dem Programm gewesen. Leider begann es in der Nacht auf Sonntag so fest zu stürmen, dass der Wettkampf am Morgen abgesagt werden musste, es wäre zu gefährlich gewesen. Schade, denn ich hatte mir noch mal sehr viel vorgenommen. Aber der nächste Sprint folgt bald, denn nächstes Wochenende in Nove Mesto (CZE) findet ein 10er Skating und eine Sprint Skating statt.  

p.s. hier noch ein paar Worte aus der Online Presse:
Schritt nach vorne von Seraina Mischol in Estland SKI NORDISCH Beim Langlauf Weltcup in Otepää (Est) hat Seraina Mischol als 14. über 10 km in klassischer Technik das beste Ergebnis einer Schweizerin seit zwei Jahren erzielt. Im Dauerregen befand sich Seraina Mischol zu Beginn des Wettkampfes auf dem Weg zu einer Sensation. Nach 2,1 km belegte die Davoserin den 7. Platz. Für diesen Effort büsste die 24-jährige Bündnerin in der Folge ein wenig. Mit einer tiefen Startnummer ins Rennen gegangen, hielt die gelernte Tiefbauzeichnerin im Ziel während einer Weile die Bestzeit. Mit ihrem 14. Platz gelang Mischol die beste Weltcup-Klassierung einer Schweizerin in einem Distanzrennen, seit Andrea Huber vor ziemlich genau zwei Jahren in Oberhof (De) den 15. Platz erreicht hatte. Quelle: si/news.ch/sportal.ch

Ski nordisch: Starke Seraina Mischol. Beim Langlauf-Weltcup in Otepää (Est) hat Seraina Mischol als 14. über 10 km in klassischer Technik das beste Ergebnis einer Schweizerin seit zwei Jahren erzielt. Über 15 km musste sich Beat Koch auf der Jagd nach der WM-Qualifikation mit dem 30. Platz begnügen.
Quelle: tagi.ch LANGLAUF:

Mischol überzeugt als 14.
Seraina Mischol hat beim Weltcup in Otepää über 10 km klassisch für ein Spitzenergebnis gesorgt. Die Bündnerin lief mit einem Rückstand von 1min17s als ausgezeichnete 14. ins Ziel. Laurence Rochat kam auf Rang 37. Norwegen kam in Estland dank Marit Björgen und Hilde Pedersen zu einem Doppelsieg.
Auch bei den Männern gab es einen Weltcuppunkt. Beat Koch klassierte sich über 15 km klassisch auf Rang 30, knapp hinter ihm wurde Christian Stebler 34. Die einheimischen Läufer dominierten das Rennen: Der Este Andrus Veerpalu siegte deutlich, sein Landsmann Jaak Mae lief auf den dritten Platz.
Quelle: search.ch
 
City Sprint Adelboden 02.01.2005
Zum zweiten Mal am Start und zum zweiten Mal gesiegt.
Weiter ging es mit den Wettkämpfen. Nachdem ich von Campra direkt zum 2. Berner Langlauftag in die Lenk gefahren bin, ging es gleich mit dem Sprint in Adelboden weiter. Dieser Sprint ist sehr speziell. Ich denke es ist der kürzeste Sprintwettkampf den ich kenne. Die Strecke beträgt nur etwa 200 Meter, zuerst geht es 150 Meter in die eine Richtung, dann um eine Stange und wieder 50 Meter zurück. Beim Prolog hatte ich beachtliche Mühe um diese Stange und verlor viel Zeit, somit lief ich nur die viert beste Zeit. Nachher ging es Schlag auf Schlag weiter. Im Viertelfinale traf ich auf Doris Trachsel, welche knapp gegen mich verlor. Im Halbfinale traf ich nun auf die Prologsiegerin Gabriela Buschor. Es wurde wirklich ganz knapp und ich konnte auch diesen Lauf für mich entscheiden. Im Finale lief ich nun noch gegen Sarah Zeiter welche ich auch noch schlagen konnte. Somit war ich zum zweiten Mal in Folge Siegerin beim Nachtsprint in Adelboden. Es winkte ein beachtliches Preisgeld von der Swisscom, Einkaufsgutscheine von Coop und ein neues Natel.
Am nächsten Tag ging es dann wieder nach Davos um Silvester zu feiern.
 
Swisscom Cup Campra 02.01.2005
Zwei Siege im Swisscup in Campra
Nachdem ich nach Asiago eine kleine Pause einlegte, war ich wieder voller Elan für die Trainingswoche um die Weihnachtszeit. In dieser Zeit gibt es wieder mal Zeit für lange Ausdauertrainings oder harte Intervalle. So reiste ich mit voller Zuversicht am 27.12. nach Campra zum Swisscup. Zum ersten Mal war ich nun mit dem Berneroberländer Skiverband an einem nationalen Rennen und mit Tomi hatte ich wirklich eine optimale Betreuung. Am Dienstag gab es zu meiner Freude wieder einmal einen „fünfer“ Klassisch. Wie ihr wisst, gibt es im Weltcup keine Wettkämpfe mehr über 5 Kilometer. Diesen Wettkampf konnte ich mit 25 Sekunden Vorsprung auf Doris Trachsel gewinnen, dritte wurde Katharine Calder (AUS) und vierte Natascia Leonardi Cortesi. Bei den Herren gewann Stützpunktkollege Remo Fischer vor Christian Stebler und Christoph Schnider. Am Mittwoch ging es nun mit Massenstart über 10 Kilometer skating. Gleich nach dem Start machte Doris mächtig Druck und wir waren bald nur noch zu viert. Dies änderte sich dann erst kurz vor dem Ziel wieder als Doris wieder angriff. Es blieben nur noch sie und ich übrig. Im letzten Aufstieg griff ich dann auch noch an und konnte einen kleinen Vorsprung herausholen. Es ergab sich wieder die gleiche Rangliste wie am Vortag. Wenn ihr die genauen Ranglisten anschauen möchtet, schaut mal auf www.fis-ski.com nach.
 
Weltcup Val di Fiemme (ITA) 16.12.2004
Entschuldigt vielmals, dass ich euch vom zweiten Coop City Sprint keinen Bericht geliefert habe.
Somit könnt ihr euch selber ausdenken, dass es mir dort nicht so toll gelaufen ist... ok, ich wurde zwar vierte, aber dies ist nun mal einfach der undankbarste Platz wo man sich im Sprint erdenken kann. Dann ging es auch direkt weiter mit Wettkämpfen. Am Donnerstag morgen fuhren wir ins Val di Fiemme.
Dort gab es am Samstag meinen ersten 15er in dieser Saison und dazu noch ein Skiathlon. Das heisst nach 7.5km klassisch wird gewechselt auf skating. Beim klassischen fühlte ich mich recht gut, ich konnte schön in einer grossen Gruppe (etwas Platz 22 bis 37) mitlaufen. Nach dem Wechsel passierte mir im ersten Aufstieg leider ein kleines Missgeschick und ich lag am Boden. Somit war diese Gruppe weg und ich kämpfte mich irgendwie noch auf Platz 43. ins Ziel. Die vielen Sprints in den zwei Wochen vorher waren sicherlich nicht die optimalste Vorbereitung auf einen 15er, aber ich denke ich habe das beste gegeben. Die Saison ist noch lange ;-) Am Sonntag erliefen unsere Herren noch die WM Selektion in der Staffel – herzliche Gratulation! Unsere kleine Sprinttruppe (Chrigi Eigenmann, Peter von Allmen, Laurence Rochat und neu noch Christian Stebler) reiste dann am Montag nach Asiago zu den ersten klassischen Sprints. Der Einzel Wettkampf war dann auch schon am Dienstag. Die Strecke war wirklich anspruchsvoll mit zwei harten Aufstiegen. Beim Prolog fühlte ich mich nicht so toll. Meine Beine waren von den vielen Wettkämpfen schon ganz schön müde und auch ein Muskelkater hat sich noch eingeschlichen. Ich erkämpfte mich auf den 29. Platz und hatte schon zehn Sekunden auf die Bestzeit verloren. Speziell war an diesem Wettkampf das die 30 ersten weitergekommen sind, somit auch ich. Doch da änderte sich nicht mehr viel, ich hatte überhaupt keine Chance im Viertelfinal und schied gleich aus. Am Schluss wurde ich auf Platz 30 rangiert.
Für uns Schweizer brachte die neue Regelung kein Glück. Chrigi flog von Platz 11 auf 21 und auch Laurence blieb auf ihrem 24. Platz vom Prolog hängen.
 
Weltcup Sprint Bern 06.12.2004
4. Platz im Teamsprint – so knapp am Podest vorbei...
Samstag – Einzelsprint skating
Wie ihr vielleicht in den Medien gelesen habt, war ich am Samstag riesig enttäuscht. Obwohl ich auf Platz 26 gesprintet war und mir nur 1.4 Sekunden auf Platz 16 gefehlt haben, konnte ich meine Tränen im Ziel nicht mehr aufhalten. Ich war so ab mir enttäuscht. Ich habe mir von diesem Rennen in Bern viel mehr erwartet. Schlussendlich muss ich sagen, viel zuviel erwartet. Beim Sprint geht es um Zehntelssekunden und da darf man einfach nicht zu viel studieren. Tja, ich habe wieder mal so dazu lernen müssen, auch wenn es schmerzt und ich im nachhinein mich über die 4 weiteren Weltcuppunkte freue.
Sonntag – Teamsprint skating
Bei einem Interview habe ich kurz erwähnt, dass ich nun am Sonntag mit ganz viel Wut im Bauch starten werde, und so kam es dann auch. Beim Halbfinal waren wir acht Teams, von welchen die ersten fünf sich für den Final qualifizierten. Im Gegensatz zum Samstag mussten wir nun auch zwei Runden laufen, was eine Streckenlänge von 1.1 km ergab, ganz schön lang für einen Sprint ;-) Im Halbfinal liefen wir schön vorne mit und konnten mit unserem vierten Platz schon einmal aufatmen. Das erste kleine Ziel war somit geschafft. Nun hatten wir 45 Minuten Zeit, um uns zu erholen. Ich hatte bei der letzten Ablösung schon ziemlich schwere Beine, aber nach dem Joggen ging es schon wieder besser. Nun galt es noch mal ernst. Im Final verbesserten wir uns von Runde zu Runde. Ich denke die vielen Fans rund um das Bundeshaus verliehen uns Flügel. Mit einem fantastischen Endspurt von Laurence erkämpfen wir uns noch den vierten Platz. Wir konnten es kaum glauben, wir haben um die Podestplätze mitgeredet. Leider konnten wir nicht mal neben das Podest stehen, den beim Teamsprint dürfen wirklich nur die besten Drei nach vorne. So liefen wir ein bisschen enttäuscht zurück und schon bald ging es wieder nach Davos.
Nun folgt auf Luzern und Bern noch St. Gallen und ich hoffe nun diese Sprint Woche noch positiv zu beenden, ehe es wieder auf längere Strecken geht.
 
Coop City Sprint Luzern 02.12.2004
Sieg - bei einem riesen Spektakel mitten in der Stadt Luzern
Nachdem ich nun zwei Tage in Davos trainieren konnte, ging es schon zum nächsten Wettkampf. Nämlich nach Luzern zum 2. Coop City Sprint. Vor dem Start fühlte ich mich noch nicht so wohl, und ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich nun sehr schnell laufen kann. Im Prolog bekam ich dies in der zweiten Runde auch zu spüren und ich bekam irre schwere Beine. Trotzdem gelang mir noch die zweitbeste Prologzeit hinter Isabel Klaus (GER). Nun ging es gleich mit dem Halbfinale weiter. Dort waren Doris Trachsel, Manuela Henkel (GER), Natalia Matveeva (RUS) und ich am Start. Da die Strecke sehr eng ist und viele Kurven hat, ist es sehr schwer zu überholen. Da ich nach dem Start aber an dritter Stelle lag, musste ich es versuchen. Da die führende Russin einbrach, konnte ich gleich beide Läuferinnen auf ein mal überholen und ich konnte den Halbfinal für mich entscheiden. Meine Beine fühlten sich schon ein wenig besser und spritziger an und nun galt die Konzentration voll dem Finale. Dort waren zwei Deutsche (Klaus und Henkel) gegen zwei Schweizerinnen (Flurina Bachmann und ich). Wir zwei Schweizerinnen starten bedeutend besser und so führe Flurina vor mir. Auf der zweiten Runde, genau an gleicher Stelle wie im Halbfinale, holte ich bei einer Rechtskurve ein wenig mehr aus und mit viel Schwung konnte ich somit Furina überholen. Nun galt es noch durchzuziehen und ich konnte jubelnd über die Ziellinie fahren!
Welch ein Sieg bei so vielen Zuschauern. Ein Wahnsinn sag ich euch. Das Adrenalin schoss gerade so in die Beine und die Müdigkeit war somit vergessen. Flurina konnte den zweiten Platz verteidigen und somit gab es einen doppelten Schweizererfolg. Bei den Männern musste Chrigi Eigenmann nur dem Norweger Arve Skaaren den Vortritt lassen, vierter wurde Peter von Allmen.
Nun bin ich also gerüstet für das Weltcup Wochenende in Bern! Morgen gibt es im Schweiz Aktuell (SF DRS 1, 19 Uhr) schon mal einen kleinen Vorgeschmack, lässt euch diesen nicht entgehen! Drückt mir die Daumen, oder noch besser kommt vorbei und feuert mich kräftig an!
 
News November 30.11.2004
Trainingslager in Bruksvallarna (SWE)
Als wir dort angekommen sind fragten sich alle wo man hier wohl langlaufen könne. Es war grün und auch nicht besonders kalt. Doch schon am zweiten Tag kam der Wind und der brachte den Schnee mit. So konnten wir am 13. November nach zweimaliger Startzeitverschiebung (infolge Schnee- und Windsturm) doch einen Testwettkampf mit den Schweden machen. Das Resultat aus meiner Sicht war nicht besonders erfreulich, etliche Regionalläuferinnen aus Schweden haben mich geschlagen. Aber zum Glück ging es um nichts und ausser das mein Selbstvertrauen angeschlagen war ging es dort ganz gut zum trainieren.Wir wählten ja Bruksvallarna aus, um möglichst Nahe beim ersten Weltcup Ort, nämlich Östersund, zu sein. Leider hatte es dort überhaupt keinen Schnee uns so wurde der Weltcup nach Gäillevare verlegt. Dies liegt 900 Kilometer nördlich Bruksvallarna und Nahe bei Kiruna. Als Transportmittel wählten wir zusammen mit den Japanern und Slovenen einen Reisecar. So fuhren wir alle gemeinsam während 14 Stunden Richtung Nordpol.
Weltcup Gäillevare (SWE)
In Gäillevare merkten wir schon schnell, dass wir nicht mehr mit -5°C rechnen durften, es war 20°C kälter. Dies änderte sich auch zum Wochenende hin nicht und so liefen wir zwei Wettkämpfe bei circa -20°C. Am Samstag über 10 Kilometer klassisch lief es mir von Anfang an sehr gut. Es stimmte einfach alles, ich hatte super schnelle Skis, die auch in jedem Aufstieg hielten und ich fühlte mich bis Kilometer 8 sehr spritzig. Doch dann kam die Krise, ich musste wirklich leiden um noch einigermassen ins Ziel zu kommen. Dies gelang mir dann doch noch, und ich wurde 25. So gab es nach Düsseldorf schon wieder Punkte. Am Sonntag lief ich noch bei einer gemischten Staffel mit Russland und Korea als zweite klassische Läuferin mit. Doch leider schoss es mir nach zwei Kilometern so was in den unteren Rücken, dass ich nicht mehr voll laufen konnte und ich mich nur noch irgendwie ins Ziel quälte. Ich war heilfroh, ging unser Nordenabendteuer erst am Mittwoch weiter und so hatte ich noch zwei Tage Zeit um mich ein wenig vom Hexenschuss zu erholen. Dies gelang mir dann auch und schon am Mittwoch war ich wieder klassisch unterwegs. Diesmal war die Reise nur noch 500 Kilometer und 6 Stunden lang.
Weltcup Kuusamo (FIN)
Nach der Reise war am Donnerstag bereits Skitesten angesagt, denn wir hatten ja schon am Freitag unser erstes Skatingrennen. Über dieses Rennen schreibe ich lieber nicht so viel (ich wurde 71. von 83. gestarteten). Am Sonntag gab es dann noch mal einen Zehner Klassisch. Die Strecke in Kuusamo ist echt streng. Es gibt drei sehr lange und steile Aufstiege und danach nicht gleich eine Abfahrt sondern noch mal ein langes Flachstück. Wirklich sehr anspruchsvoll. Beim Wettkampf lief es mir schon ein wenig besser als am Freitag und so wurde ich 46. Ich habe den 30. Platz um 30 Sekunden verpasst, aber ich denke nächstes Mal bin ich wieder ein Stück näher ;-) Direkt nach dem Wettkampf ging es ins Hotel zurück und direkt zum Flughafen und so war ich um 19 Uhr schon wieder in Zürich. Dies waren wirklich sehr lange und anspruchsvolle drei Wochen. Ich habe viel trainiert, gute und schlechte Wettkämpfe gelaufen und wieder ganz viel gelernt. Nun freue ich mich auf die nächsten vier Wettkämpfe, dies sind nämlich alles Skating Sprints. Morgen (1.12.) Luzern, dann Weltcup Wochenende in Bern (4./5. Dez) und dann noch St. Gallen (8.12.). Ich hoffe, dass an diesen Wettkämpfen ganz viele Fans mitkommen um die Schweizer anzufeuern.
 
 

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