Weltcup Düsseldorf (GER) 24.10.2005
Warum schreibe ich auf der Startseite 2/3 der Wettkämpfe gingen in die Hosen. Ganz einfach:
Am Samstag beim Einzelsprint lief es mir sehr schlecht. Eigentlich hätte ich es wissen sollen, denn seit vergangener Woche hustete ich immer wieder und auch meine Nase war nicht ganz frei. Aber wie mein Kopf so ist, wollte ich es trotzdem versuchen und das Resultat ist in so einem Moment dann der 34. Platz.
Trotzdem ging ich am Sonntag beim Teamsprint wieder an den Start, denn die Erkältung war am abklingen und ich wollte nicht mit einem schlechten Resultat in die letzte Vorbereitungsperiode für den Winter. Im Halbfinal lief es dann wirklich sehr gut. Es waren 12 Teams am Start und nur 5 kamen weiter. Bei der Übergabe war jedes Mal ein riesen Gedrängel und wir gewannen oder verloren Positionen. Bei meiner zweiten und dritten Ablösung konnte ich unterwegs immer Positionen gutmachen und auch Laurence kämpfte um jeden Platz, so wurden wir 3. und qualifizierten uns für den Final.
Dort lief es uns dann nicht mehr so toll, mir fehlte einfach der letzte Kick um wieder so toll zu laufen und die zweite und dritte Ablösung wurden fast schon zur Qual. Ich konnte nichts mehr machen, meine Beine waren leer und auch meine Schienbeine verkrampften sich. So wurden wir letzte, was ein 10. Platz ist.
War halt nicht so ein toller Start wie letztes Jahr, aber trotzdem bin ich guter Hoffnung, denn der Winter ist noch lange und jetzt gibt es erst noch Mal einen Monat Pause um mich zu erholen und den letzten Schliff zu holen.
Trainingskurs les Diablerets 16.10.2005
Die fünf Tage in les Diablerets vergingen wie im Fluge. Das Programm war auch total ausgefüllt mit Skitrainings am Morgen, am Nachmittag lange Skigangtouren oder Krafttraining. Am Abend standen noch Sitzungen für den Winter auf dem Programm oder natürlich das Fussballspiel Irland - Schweiz.
Am Freitag Nachmittag gab es noch einen Rollski Wettkampf. Wir starteten in Feutersoey und es ging bis knapp auf den Col du Pillon. Die Startaufstellung wurde ausgelost und ich durfte als letzte Starten. Die Strecke ist nicht all zu steil und somit lief ich nur im Doppelstock oder im Eintakt. Es lief mir wirklich sehr gut und ich konnte mit einer Minute Vorsprung auf Ursina gewinnen.
Am Samstag ging es dann wie üblich in dieser Zeit nach Dübendorf zum Abgabetag. Es gab sehr schöne Kleider und vorallem warme Winterjacken. Ich denke es geht nicht mehr lange und wir werden diese brauchen können. Nun bin ich bis Freitag noch mal in Davos am trainieren und dann gehts ab nach Düsseldorf... ;-) ich bin parat!
von der Bergstation
von der Bergstation Blick zur Bergstation
Bei diesem Prachtswetter wurden sogleich die Actionbilder für die Autogrammkarten gemacht. Sobald ich ein paar Abzüge habe, werde ich sie euch natürlich zeigen!
 
neue Adresse 10.10.2005
Seit fünf Tagen lautet meine Adresse nun:
Seraina Mischol
in den Büelen 17
Dischma
7260 Davos Dorf
meine Aussicht vom Balkon sieht so aus:
Ausssicht nach links - Dischmatal Aussicht nach rechts - Davos
 
Stützpunkttraining Davos - Jakobshorn (3. Woche Höhentrainingslager) 04.10.2005
Nach der Woche auf dem Dachsteingletscher ging es direkt wieder in Davos weiter. Wir reisten so schnell wie möglich nach Hause und um fünf Uhr ging es schon wieder auf das Jakobshorn.
Die dritte Woche stand an. In dieser gab es zum Glück zwei Ruhetage (Dienstag und Freitag), aber auch noch zwei intensive Trainings mit Skigangintervall und dem Berglauftest aufs Rinerhorn. Bei diesem Testlauf (das dritte Mal dieses Jahr) lief es mir sehr gut. Ich konnte meine persönliche Bestzeit um 29 Sekunden verbessern. Ich bin zwar noch immer keine Berglaufspezialistin, aber schon ein bisschen schneller unterwegs als noch vor zwei Jahren...
Dieser Test war am Samstag und dann hiess es nur noch durchhalten bis Montag morgen, ehe das Höhentrainingslager von drei Wochen endlich zuende gegangen ist. Ich muss sagen die letzten paar Tage hatte ich nicht nur das Training im Kopf. Ich habe eine neue billigere Wohnung in Davos (in den Büelen) gefunden und wollte nur noch zügeln. Heute, der 4. Oktober ist nun meine neue Wohnung fertig eingerichtet und ich freue mich ein bisschen ausserhalb von Davos wohnen zu dürfen. Ich werde euch so bald wie möglich ein paar Fotos zeigen.
Nun kann ich bis Sonntag meine neue Wohnung noch geniessen, denn am Sonntag geht es nochmal für eine Woche auf den Gletscher von les Diablerets.
Hier noch die Rangliste vom Berglauftest (in Klammern die Differenz zur persönlichen Bestzeit):
Damen: Länge 4.5km, Hd 505m
1. Seraina Boner, 27.05 (-5 Sek)
2. Doris Trachsel, 28.39 (-27 Sek)
3. Seraina Mischol, 28.41 (-29 Sek)

Herren: Länge 5.3km Hd 680m
1. Reto Burgermeister, 29.22 (-45 Sek)
2. Thomas Frei, 30.22 (+33 Sek)
3. Remo Fischer, 30.45 (-19 Sek)
4. Toni Livers, 30.45 (-2m05Sek)
5. Rafael Ratti, 30.59 (-20 Sek)
6. David Romer, 30.59 (+23 Sek)
7. Thomas Diezig, 32.30 (+1m12Sek)
8. Valerio Leccardi, 34.30 (-1m04Sek)
9. Andreas Waldmeier, 36.21 (-3 Sek)
Gletscherkurs Ramsau (2. Woche Höhentrainingslager) 26.09.05
8. - 15.Tag; Montag - Montag, den 19. - 26.09.2005 - Gletscherkurs Ramsau / Dachsteingletscher
Nachdem die erste Woche in Davos ganz gut über die Bühne gegangen ist, waren wir die zweite Woche in Ramsau zum zweiten Gletscherkurs dieses Jahr. Optimal wäre es gewesen auch in der zweiten Woche vom Höhenprojekt über 2600mü.M. zu schlafen, leider war dem nicht so und so wohnten wir gleich bei der Talstation der Dachsteinbahn und zwar auf 1700mü.M. Der Gletscher war wirklich noch in einem Topzustand. Die Langlaufgletscher in les Diablerets und Schnalstal sind beide wegen Schneemangel geschlossen und es braucht mehr als einen halben Meter Neuschnee! Wir hatten wirklich eine optimale Woche, ausser an einem Nachmittag wo es ein bisschen regnete, hatten wir immer Sonnenschein und angenehme Temperaturen. So litt der Gletscher doch ein bisschen und es kamen vereinzelt schwarze Stellen, sowie Gletscherspalten zum Vorschein. Am Nachmittag waren wir auf der Rollskibahn, machten Krafttraining oder schnelle Einheiten mit Schrittsprüngen und Fusslauf.
Da wir wieder in tieferen Lagen schliefen und "nur" für das Langlauftraining in die Höhe fuhren, entwickelte ich eine ganz gute Form. Wir machten zwei schnelle Einheiten auf dem Gletscher und eine im Tal mit Schrittsprüngen bei welcher ich mich so gut wie lange nicht mehr fühlte.
Am Montag (26.9.) ging es dann nach dem Mittagessen ganz schön zackig nach Hause, da wir um fünf Uhr in Davos auf die Jakobshornbahn mussten. Es stehen nochmal sieben Nächte auf dem Jakobshorn an und nebenbei gibts noch die dritte intensvie Trainingswoche im Landwassertal.
Hier noch ein paar Gletscherfotos vom letzten Training:
S P A S S + F R E I H E I T !Skatingtraining
ein Traumwetter !die Landschaft - nicht meine Technik ;-(
 
Höhentrainingslager - Tagebuch (1. Woche Höhentrainingslager)
Ich möchte euch hier jeden Tag kurz erklären was ich wo und wie lange gemacht habe. So habt ihr mal einen kleinen Einblick in ein Höhentrainingslager von den Langläufern in Davos.

7. Tag; Sonntag, den 18.09.2005 - weitere zwei Trainingseinheiten und dies am Sonntag
Auch am Sonntag wird trainiert! Für mich gibt es eigentlich schon lange keinen Unterschied mehr, ob es nun unter der Woche ist, oder Wochenende. Trainiert wird trotzdem und der Ruhetag (einer pro Woche ist meist obligatorisch) fällt selten auf Sonntag. So war auch wieder früh Tagwach und es ging runter ins Tal um zu trainieren. Da ich noch eine Wohnungsbesichtigung hatte, konnte ich nicht um 9 Uhr parat sein. Ich ging danach selber joggen und es tat mal wieder gut alleine unterwegs zu sein.
Am Nachmittag trainierte ich wieder mit Remo und Thomas zusammen. Wir machen eine kleine Einheit im Kraftraum (30min Stabkraft und 15min Zugmaschine) und liefen gemeinsam den kürzesten Weg aufs Jakobshorn. Dies ergab auch wieder 2 Stunden Training am Nachmittag.
Oben gab es noch das letzte Nachtessen, und einen letzten gemütlichen Abend. Die erste Woche ist nun also vorbei und ich habe mich ganz gut an die Höhe angepasst. Dies zeigt auch der Ruhepuls, welcher nun wieder auf 44 Schlägen pro Minute ist. Ich habe diese Woche 21.5 Stunden trainiert, was eigentlich schon ganz schön viel ist, vorallem wenn ich noch zwei Wochen durchhalten muss, aber dies sollte klappen und ich freue mich auf die nächste Woche.
6. Tag; Samstag, den 17.09.2005 - zweites Intervall und ein schönes Ausdauertraining im Schnee
Da die Bahn am Wochenende eine halbe Stunde später fährt, konnten wir auch am Samstag ein bisschen länger schlafen. Um 8h15 ging es dann runter und um 8h35 waren wir im Tal. Trainingsbeginn war wieder um 9 Uhr und diesmal mit klassischen Rollskis. Es ging ins Dischmatal, wo wir ähnlich dem Sertig, auch unsere Intervallstrecke haben. Dort geht es vom alten Schulhaus bis zur Teufi. Diese circa 2 Kilometer liefen wir 6 mal, abwechselnd nur stossend oder ohne Stöcke. Obwohl die Strasse noch nass war und es auch sonst ziemlich kalt war, lief ich gute und konstante Zeiten. Zum auslaufen ging es noch mit einem kleinen Umweg nach hause.
Zum Mittagessen gab es wieder Pasta, denn ich musste mich ein bisschen beeilen. Um ein Uhr hatte ich schon ein Gespräch mit meinem Mentaltrainer Heinz Müller, der extra wegen drei Langläufern nach Davos gekommen ist.
Nachher ging es noch kurz in die Massage zu Isabel. Abundzu schmerzt meine Kniekehle und diese braucht somit ein paar extra Einheiten, aber es ist halb so wild und trainieren kann ich trotzdem. Um halb Fünf traffen sich Remo, Thomas und ich wieder bei der Bahn und wir liefen gemeinsam über die Teufi aufs Jakobshorn (1h50). Vor zwei Tagen erzählte ich euch noch von wärmenden Sonnenstrahlen und dann am Samstag das pure Gegenteil: eine kalte Bise und leichter Schneefall, manchmal sogar Schneesturm. Aber Spass hats trotzdem gemacht ;-)
Am Abend gab es dann eine riesen Portion zu Essen. Wir hatten wirklich alle drei Mühe, aber es war so fein, so mussten wir denn Teller leer essen!
Das ist Thomas und er hat noch einen riesen Teller Älplermakkaroni, ein Cordon Bleu und noch mehr Gemüse vor sich. Es hat gar nicht alles Platz in einem Teller, und so essen wir schon aus Zweien! Einfach genial!
5. Tag; Freitag, den 16.09.2005 - Ruhetag ;-)
Nachdem nun drei Tage mit 6 Trainingseinheiten vorbei sind, haben wir heute Freitag den ersten Ruhetag! Das heisst ausschlafen (naja um halb acht war ich auch schon wach), gemütlich frühstücken, mit den Arbeitern Kaffee trinken und runter ins Tal. Hier ein Bild von heute Morgen aus der Bahn:
Der Morgen bestand noch aus Wäsche waschen und Wohnung aufräumen. Da auch unsere Physio wieder von Andermatt zurück ist, konnte ich noch in die Massage und ich konnte mich somit optimal erholen. Am Nachmittag überkam mich plötzlich eine Idee und das Resultat sieht so aus..
Meine Skibox hatte schon blaue Grundfarbe, und so sprayte ich kurzerhand noch meine Webadresse darauf. Wenn sich natürlich ein grosser Sponsor finden lässt, werde ich den Platz gerne überlassen...
Um vier Uhr ging ich wieder mit der Bahn hoch und ich konnte noch die letzten Sonnenstrahlen geniessen. Schon bald kamen nämlich die Wolken und der Regen setzte ein. So war der Ruhetag auch schon wieder vorbei und ich freue mich schon wieder auf die nächsten Trainings.
4. Tag; Donnerstag, den 15.09.2005 - ein Intervall und 3 Stunden Training am Nachmittag
Nach einer traumreichen Nacht (ich glaube in der Höhe träumt man kurioser) erwachte ich pünktlich fünf Minuten vor dem Wecker. Also war der Ruhepuls wieder normal (50 Schläge/Minute).
Frühstücken und Bahn fahren wie gehabt und kurz nach Hause um zu schauen ob noch alles so ist wie am Vorabend. Mein Bett sieht ein bisschen leer aus, aber ansonsten ist die Wohnung tiptop aufgeräumt, da ich ja nicht viel dort bin.
Zum zweiten Mal diese Woche ging es auf die Rollski skating, diesmal blieben wir aber in Davos. Zum einlaufen liefen wir über Clavadel hinunter nach Frauenkirch zum Reitstall. Es gab zum ersten Mal diese Woche ein intensives Training (obwohl die zwei vorherigen Vormittagstrainings auch schon zügig absolviert wurden). Wir liefen in verschiedenen Techniken immer vom Reitstall bis zur Mühle Sertig, dies sind knapp 2 Kilometer. Das erste und dritte Mal mit stossen, das zweite und vierte Mal ohne Stöcke (nur Beinarbeit) und das letzte Mal noch mit 1-1. Obwohl ich mir beim letzten Mal ziemlich leer vorkam, war der Laktatwert mit 5.4 mmol noch recht hoch. Nach dem Intervall lief ich noch bis nach Hause und somit war ich um elf Uhr schon zuhause.
Da ich überhaupt keine Lust hatte zu kochen und auch nicht recht wusste was, entschloss ich mich ins Cafe Weber zu gehen. Dieses Restaurant unterstützt mich genau mit solchen Mittagessen und ich darf x-Mal dort gratis essen gehen. Dies schätze ich sehr und bedanke mich hiermit herzlich. Ich hatte riesen Freude an dem Spaghettiteller mit feiner Bünderfleischsauce und dem feinem Dessert.
Nachdem Mittag war wieder faulenzen angesagt und meine Rollski mussten endlich mal gepflegt werden.
Pünktlich um halb vier stand ich wieder vor der Jakobshornbahn und übergab meinen Rucksack für die Nacht. Am Nachmittag stand wieder Krafttraining auf dem Programm und somit joggte ich gerade bis in den Kraftraum, was sogleich als aufwärmen galt. Es gab wieder je eine halbe Stunde Stabkraft und Kraftausdauer.
Barrenstützen während 45 Sek-uff Wadenarbeit
Beinarbeitunser Kraftraum
Und so nahm ich meinen Nachhauseweg in Angriff – aufs Jakobshorn. Aber diesmal nicht direkt oder mit der Bahn, sondern zu Fuss und mit Skigang über die Teufi aufs Jaki. Dies ist wirklich eine sehr schöne Tour und da auch das Wetter mitspielte war es wieder einmalig. Ich lief fast alles im Schatten und kurz vor dem Brämabüel, als ich über eine Kuppe kam, lachte mir die Sonne entgegen. Davos war schon lange ohne Sonne und es war einfach traumhaft. In solchen Momenten lohnt sich der Sport gerade doppelt, vergessen waren die 3 Stunden Training vom Nachmittag und ich verbrachte die Zeit vor dem Nachtessen noch mit Fotos schiessen.
Beim Abendessen gab es zwei weitere Hotelgäste auf 2590mü.M. und somit auch ein bisschen Unterhaltung. Mein späteres Abendprogramm kennt ihr ja schon, Bericht schreiben, lesen und ach ja, Solitär auf dem Natel spielen…
Nun waren also die ersten 6 Trainingseinheiten vom Höhenblock vorbei und ich glaube ich habe mir einen Ruhetag verdient.
3. Tag; Mittwoch, den 14.09.2005 - weitere zwei Trainingseinheiten mit Fusslauf und Rollski klassisch
Zum ersten Mal hatte mich am Mittwoch der Wecker geweckt und sogleich ist der Ruhepuls, eine tägliche Kontrolle zur Erholung, um 6 Schläge höher als am Dienstag... aber dies ist noch kein Grund zur Panik, trainiert wird genau gleich.
Ansonsten begann der Tag wieder gleich: Frühstücken (Müesli mit Kiwi, Bananen und Naturjoghurt) und mit der ersten Bahn runter. So hatte ich noch ein bisschen Zeit um einzukaufen und die Homepage zu aktualisieren.
Um 9 Uhr ging es wieder beim LL-Zentrum los. Zu Fuss ging es ins Flüelatal auf die Weltcuploipe. Dort haben wir eine kupierte 2.5km Fuss- und Stocklaufrunde, auf welcher wir ein- bis zwei Mal pro Woche trainieren. So haben wir auch die Richtzeiten und Vergleiche zum Vorjahr. Das heisst: im Intervalltempo laufe ich um die 10m15s dann werden alle Aufstiege mit Schrittsprüngen (Nordic Walking aber gesprungen) absolviert. Heute ging es ein bisschen gemächlicher, dass heisst in den Aufstiegen wurde abgewechselt mit Skigang oder Schrittsprüngen ansonsten wird gejoggt. Ich lief 6 Runden und alle in der Zeit von 12m01s – 12m20s. Dies war ganz ok, auch die Laktatkontrolle zeigte, dass ich in einem anständigem Tempo unterwegs war. Am Schluss joggte ich mit Seraina wieder zum Langlaufzentrum und somit war das Vormittagstraining zu ende.
Der Mittag war dieses Mal ein bisschen gemütlicher. Es blieb mehr Zeit um zu kochen und sogar für ein kleines Nickerchen blieb noch Zeit. Auch hatte ich zwei Interessen für meine Wohnung, leider ist noch nicht fix und somit bin ich immernoch ein bisschen angespannt, aber gezügelt wird trotzdem am 4. Oktober, gleich nach dem Höhenprojekt.
Um 16 Uhr ging es dann wieder auf die Rollski Klassisch. Es ging auf unsere „Rollskibahn“, dass bedeutet: vom LL-Zentrum über Clavadel und Mühle nach Frauenkirch, dann kurz auf der Hauptstrasse (ist immer eine Lotterie wann die Polizei kommt) zur Islen und über die Höfe nach Davos zurück. Von dort über die Mattastrasse, vorbei beim Golfplatz und noch ins Dischmatal bis Dürrboden. Dies ergibt eine schöne klassische Rollskistrecke, welche wir häufig laufen. So waren wir noch mal 1h45 unterwegs.
Da am Abend auf Ischalp 160 Gäste am Fondue essen waren, konnte ich um sieben Uhr mit der Bahn hochfahren, dies war mir nach den heutigen 4 Stunden Training auch ganz recht.
Nach dem Nachtessen schrieb ich noch den Bericht, räumte meinen Laptop auf und las weitere Kapitel von John's Liste.
2. Tag; Dienstag, den 13.09.2005 -erster richtiger Trainingstag Tagwache war kurz vor Sieben, die Aussicht war wirklich genial. Die Sonne war vor mir aufgestanden und das Nebelmeer bedeckte Davos - es war einfach herrlich. Das Frühstück gab es noch auf dem Jakobshorn und um 7h50 ging es auf die Bahn für ins Tal runter. Das erste Mal war ich nun alleine in der Gondel, aber alles klappte und ausser der Türe zu früh öffnen, kann man nicht vieles Falsch machen.
Pünktlich um 9 Uhr war Besammlung beim Langlaufzentrum. Da die Rollskimöglichkeiten in Davos mit Sertig- und Dischmatal ziemlich begrenzt sind, fahren wir alle zwei Wochen mal nach Fideris um dort bis Landquart auf der alten Kantonsstrasse zu skaten. Das schöne daran, dort skaten wir mit den schnellsten Rollskis (Rolec) und in 1h40 kommen dann gut 45 km zusammen. Dann hiess es schnell umziehen und wieder in den Bus, Basti brachte uns bis nach Selfranga und von dort joggten wir noch über den Wolfgang zurück nach Davos, dies ergab noch mal 50 Minuten Fusslauftraining. So war es schon ein Uhr, als ich endlich zuhause angekommen war. Da der Hunger über den Menuplan bestimmte, gab es nur aufgewärmte Teigwaren mit Pestosauce und Salat. Nachdem Mittagessen blieb noch ein bisschen Zeit für Computerarbeit und ein bisschen ausspannen auf dem Sofa.
Um halb Vier stand ich schon wieder vor der Jakobshornbahn, um meinen Rucksack für die Nacht abzugeben, den ich wusste, dass es mir nach dem Training nicht mehr auf die fünf Uhr Bahn längt und ich so hochlaufen werde. Um 15h45 ging es mit einer kleinen Fusslaufrunde zum einwärmen los und es folgte eine Stunde Krafttraining mit Stabilisationskraft und Kraftausdauer. So fuhr ich wieder zur Bahn und siehe da, es gab noch Leute, somit konnte ich bis zur Ischalp hochfahren und musste erst von da an hochlaufen. Die 45 Minuten gingen nicht mehr so locker wie gestern und somit machte ich Skigang (sprich Nordic Walking).
Am Abend wurde ich von René wieder fein bekocht und hatte noch Zeit Tagebuch zu schreiben und den neuen Roman von John Grisham zu beginnen. Da Remo und Thomas, welche das Höhenprojekt auch in Davos absolvieren, bis am Freitag noch im Militärkurs (CISM) in Andermatt sind, bin ich momentan der einzige Gast auf dem Jaki.
Dies war der erste richtige Trainingstag mit 4h45min Training und es folgen noch deren zwei bis zum nächsten Ruhetag am Freitag.
1. Tag; Montag, den 12.09.2005 - 6 Stunden Autofahren und 1 Stunde Berglauf
Dies war nun die zweite Nacht auf dem Jakobshorn (2600mü.M.) und ich habe schon viel besser geschlafen als die erste, als ich circa alle 2 bis 3 Stunden erwachte. Heute ging es für die Blutvolumenmessung und das Fotoshooting von Swiss Ski nach Bern. Das heisst als ich mit der ersten Bahn runterkam (8 Uhr), ging es direkt ins Auto und ab nach Bern. Dort wurde in einem speziellem Verfahren meine Blutmenge bestimmt. Während dem Höhentrainingslager werden wir von Jon Wehrlin vom Bundesamt für Sport aus Magglingen betreut und er kennt alle Tücken vom Höhentrainingslagern und betreut uns während dieser Zeit sehr gut.
Auch wurden die Portraitfotos für die neuen Autogrammkarten von Swiss Ski gemacht. Dies ging alles ganz zügig und um Vier Uhr konnte ich wieder abfahren. Den ich hatte ja noch den weiten Weg auf das Jakobshorn zurückzulegen. Das gelang mir ganz gut und um Acht Uhr, gerade noch vor dem Eindunkeln, war ich auf dem Jakobshorn (3h Auto fahren und 1h Berglauf zu Fuss). Es gab sogar noch einen feinen z'Nacht und um 22 Uhr war ich im Bett.
Erholsame Tage in Südfrankreich 10.09.2005
Nachdem ich seit Mai nun etwas mehr als 300 Trainingsstunden in den Beinen habe, gab es noch mal eine Woche zur Erholung. Diese habe ich auch genützt und bin mit meinem Freund Richtung Südfrankreich (Provence) gereist. Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt und es hat hauptsächlich geregnet...
ohne Regenschirme ging nichts sur le pont d'Avignon...Gorges
Nun geht es heute Abend mit dem Höhenprojekt Teil II los. Das heisst ich werde jeden Abend auf das Jakobshorn fahren oder laufen, dort gemütlich Nachtessen, schlafen und am Morgen wieder runterfahren für das Training. Am 19. September geht es dann für eine Woche nach Ramsau auf den Dachsteingletscher.
Hurra - ich habe eine neue Homepage ;) 30.08.2005
Endlich kann ich euch meine dritte Homepage präsentieren. Vielleicht ist sie nicht mehr no tricky wie früher, dafür ist alles made by Seraina.
Sobald das Gästebuch auch noch läuft, bin ich froh über eure Meinungen. Was fehlt noch, oder was sind eure Wünsche für eine Seite einer Langläuferin?
Viel Spass beim anschauen!
eure Seraina
Trainingskurs Ruhpolding (GER) 18.08.2005
Vom 8. bis 16. Augsut waren wir seit langem wiedereinmal im Ausland für einen Konditionskurs. Nämlich in Ruhpolding in einem Olympiastützpunkt der Deutschen. Das besondere an Ruhpolding ist, dass es eine super Rollskibahn hat und man dort ungestört während Stunden rollern kann. Dies haben wir auch voll ausgenützt und so gab es während den 8 Tagen über 28 Stunden training und dabei waren 3 Trainings noch Intervalle.
Nun bin ich für 3 Wochen zuhause, ehe es wieder mit dem Höhenprojekt weiter geht. Zeit um eine neue Homepage zu gestalten!
Swiss Alpine Teamwettkampf 03.08.2005
Nachdem die ganze Nationalmannschaft eine Woche in Davos zum training war, nahmen wir als Abschluss noch am Teamwettkampf vom Swissalpine Marathon teil. Die Aufteilung war ähnlich wie letztes Jahr und ich machte wieder die Inline Strecke von Alvaneu Bad nach Bergün. Da unsere Bikerin leider einen Defekt hatte (Plattfuss und einen defekten Schlauch) musste ich mit einem Rückstand von 15 Minuten auf mein Teilstück. Ich konnte zwar ein paar Minuten gutmachen, sowie die nachfolgenden Läuferinnen auch noch, aber am Schluss hatten wir doch noch einen Rückstand von etwas über 3 Minuten. So wurden wir zweite und die Allrounderinnen konnten ihren ersten Sieg feiern. Aber nächstes Jahr sind wir wieder dabei.
 
Jakobshorn Höhenblock I 18.07.2005
Direkt von les Diablerets ging es noch für eine Woche auf das Jakobshorn zum schlafen. Heute morgen dann die grosse Überraschung...erwachen im Schnee! es gab zwar nicht viel aber trotzdem mal ein Foto mit und ohne Schnee.
Gestern Abend wurde von Thomas und Remo noch ein "aktiver Steinbockwiderbelebungsversuch" geleistet. Bei einer metergrossen Steinbockholzfigur brach ein Teil des Geweihs ab, und so wurde er wieder liebevoll geflickt.
Die dritte Höhenblockwoche auf dem Jakobshorn verging wie im Flug. Obwohl das Wetter im Training nicht immer mitspielte, hatten wir drei die Moral nicht verloren.
Vielleicht lag es auch daran, dass wir auf 2´590 mü.M. eine perfekte Unterkunft mit einem Spitzenkoch vorfanden, der uns alle Wünsche von den Augen ablas. Wiedersehen im September ist angesagt.
Thomas, Seraina und Remo Rene unser Koch
Gletscherkurs Les Diablerets 04.07.2005
Vom 27. Juni bis 3. Juli waren wir das erste Mal auf Schnee! Da ein paar Tage vorher ein Unwetter in les Diablerets wütete, wohnten wir nicht wie gewöhnlich im Les Sources sondern im Viersternhotel Eurotel Victoria. So fing das Trainingslager schon einmal gut an;-)
Der Gletscher war auch in einem ganz gutem Zustand und so konnten wir viele Trainingsstunden auf Schnee oder im Tal zu Fuss absolvieren.
LL - Sprint im Goms zur Tour de Suisse 24.06.2005
Erster Sprint auf Schnee
Am vergangenen Wochenende fand in Ulrichen bereits der erste Sprint auf Schnee statt. Im Rahmenprogramm der Königsetappe der Tour de Suisse nahm fast die ganze Langlaufnationalmannschaft am Sprint im Goms teil.
Gelaufen wurde auf zwei Bahnen, welche etwa 100 Meter lang waren. So kamen sich die Läufer nicht in die Quere und der einzige heikle Punkt war die Kippstange am Ende welche so schnell wie möglich umlaufen werden musste und dann ging es wieder zurück zum Start. Bei uns ging es gleich mit dem Viertelfinal los und dort lief noch alles rund, ich gewann und kam eine Runde weiter. Beim Halbfinal traf ich auf die einheimische Sarah Zeiter. Schon vom Start weg hatte ich einen kleinen Rückstand und diesen konnte ich erst auf den letzten Zentimetern gut machen, oder doch nicht... Es gab ein Fotofinish und Sarah und ich mussten lange warten. Mit einem sehr guten Ausfallschritt konnte ich dann doch ins Finale einziehen. In diesem traf ich dann auf Laurence und konnte den Sieg nachhause sprinten. Bei den Herren gewann Christoph Eigenmann vor dem einheimischen Biathlet Simon Hallenbarter.
Da der Anlass auf dem Start- und Zielgelände der Tour de Suisse stattfand, hatten wir wirklich viele Zuschauer und auch die Organisation war wirklich perfekt. So hat es richtig Spass gemacht, wieder einmal die „langen Skis“ anzuziehen, da ich momentan mehr mit den Rollskis unterwegs bin.
Danach ging es für vier Tage nach Andermatt, wo ich mit der CISM Mannschaft (Militär) mittrainieren durfte. Auch hatte ich die Gelegenheit meine ersten Schüsse auf die Biathlonscheiben abzulassen, aber ich versichere euch, dass ich nicht zum Biathlon wechsle. Gleichzeitig mit dem CISM Kurs hat auch der erste Höhenblock wieder begonnen und ich bin zum schlafen auf den Gütsch (2400mü.M.) gefahren.
Nun bin ich noch für vier Tage in Davos / Jakobshorn und ab Montag geht es zum ersten Gletscherkurs nach Les Diablerets.
 
Trainingslager Magglingen 26.05.2005
Da Langläufer ja bekanntlich im Sommer gemacht werden, haben wir das Training für die kommende Olympia Saison 05/06 am 1. Mai wieder in Angriff genommen.

Swiss Olympic Treff Magglingen
Am 19. und 20. Mai wurden etliche Wintersportler, welche eine Chance haben die harten Selektionen für die olympischen Winterspiele von Turin zu bestehen, nach Magglingen eingeladen. Ziel dieser zwei Tage war ein gegenseitiges Kennenlernen, wichtige Informationen über die Spiele und Massabnahme für die olympischen Kleider.

"we are on fire"

lautet das Motto von Swiss Olympic und dieser Funke ist dann doch irgendwann in diesen zwei Tagen rübergesprungen... und diese Motivation konnte ich dann auch gleich für die nächsten Tage gebrauchen, da wir gleich in Magglingen für den ersten Trainingskurs geblieben sind.
In diesen fünf Tagen wurde vorallem an der Kondition gefeilt. Auch gab es die ersten harten Krafttrainings im Kraftraum und sogar eine "gemütliche" Ausfahrt auf dem Bielersee mit dem Achter (was dann nach einer Stunde 45 Minuten doch nicht mehr so gemütlich war, da das Gesäss doch schon stark gelitten hat).

Nun gibts eine Erholungswoche, sodass wir am 6. Juni bereits wieder mit dem zweiten Trainingskurs in Pontresina beginnen können.
Mini SIC Lausen - Rollskiwettkampf 16.05.2005
Eines unserer zwei einzigen Rollskiwettkämpfe in der Schweiz fand bereits heute statt. Wie letztes Jahr waren wir wieder beim Mini SIC in Lausen am Start. Leider waren von den Damen nur die Seraina Boner, die Doris Trachsel und ich am Start. Zum Glück konnten wir mit den Herren starten, welche doch ein bisschen mehr waren. Gleich von Anfang an versuchte ich mit den Herren mitzugehen und somit konnte ich schnell einen Vorsprung auf die andern zwei Damen herauslaufen. So lief ich ungefährdet meinen zweiten Sieg in Lausen nach Hause. Bei den Herren war es schon ein bisschen spannender und es entschied sich erst in der letzten Runden. Gewonnen hat Christian Stebler, vor Christoph Eigenmann und Mario Denoth.
 

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