das war's 25.3.2012
Ein wunderschönes Wochenende neigt sich dem Ende zu. Es hiess Abschied von Davos und vom Langlauf nehmen und dafür gab es auf dem Jakobshorn eine kleine Abschiedsparty. Diese Wochenende werde ich sicherlich nicht so schnell vergessen! Petrus meinte es ebenfalls gut mit uns und so konnten wir auch auf der Piste so richtig Gas geben.




Herzlichen Dank an alle welche mich in meiner erfolgreichen Kariere unterstützt haben!!! Hier ein kleiner Film von mir über mich



Nun heisst es für mich packen! Diese Woche steht mein Umzug nach Oberhofen am Thunersee an und ich freue mich sehr auf meinen neuen Lebensabschnitt und den Frühling.
Bis bald
eure Seraina

 
 
Rücktritt –ich freue mich auf die Zukunft 6.2.2012
Ich denke, keine Sportlerin wünscht sich am Ende ihrer Karriere die Schlagzeile" Aus gesundheitlichen Gründen die Karriere beendet".
Dass eine solche bei mir nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, war mir seit dem 17. September bewusst, als mir nach rätselhaften Augenbeschwerden die Diagnose CIS mitgeteilt wurde. Es war eine Gradwanderung, das Projekt "Spitzensport mit MS". Und dass es ein heikles Unterfangen würde, war mir von Anfang an klar. Doch ich war und blieb immer zuversichtlich und wollte es vor allem mir selber beweisen.

Heute, knapp fünf Monate nach der Diagnose muss ich dieses Ziel leider aufgeben. Seit einigen Wochen spüre ich eine befremdende Müdigkeit in mir, die mich immer wieder zum Pausieren zwingt. Der Kopf ist weiterhin auf Spitzensport eingestellt, aber mein Körper leidet, wenn er leisten soll, was der Kopf von ihm fordert. Ich kenne das Gefühl in guter Form ein Training zu absolvieren noch zu gut. Und deshalb kann ich diesen Ziel-Konflikt nicht mehr länger ertragen, ich würde sonst die Freude am Langlaufsport verlieren. Ich möchte wieder eins werden mit meinem Körper ihn nicht weiter (über-) fordern.

Auch wenn die Tatsache schmerzt, ich kann voll und ganz zu meinem Entscheid stehen. Ich kann auf eine sehr schöne Karriere zurückschauen und bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Ich habe 2001 an den Junioren-WM die Bronzemedaille und 2003 an den U23-Weltmeisterschaften die Goldmedaille gewonnen. Ich war an fünf Weltmeisterschaften (das beste Resultat ist ein 14. Platz im klassischen Sprint in Sapporo 2007) und an olympischen Winterspielen (2006 in Turin, als ich 15. über 10km klassisch wurde), zudem habe ich die Tour de Ski 2007/08 als 12. beendet, was noch keiner anderen Schweizerin gelang. Schliesslich war ich mit 502 Weltcuppunkten in der Saison 2007/08 15. im Gesamt-Weltcup. Nicht zuletzt habe ich 2009 den Engadin Skimarathon und insgesamt fünf Schweizermeistertitel gewonnen.

Am Schluss bleibt mir nur noch allen zu danken, die mich in meiner langjährigen Karriere unterstützt haben: Der JO Davos, dem BSV Regionalkader, Swiss Ski und zuletzt hauptsächlich dem Engadin Skimarathon Team. Dann allen Sponsoren, inbesondere Coop, auf welche ich zehn Jahre lang immer zählen konnte. Schliesslich meinen Ausrüstern, meinen Trainern und meinem gesamten Umfeld, das Höhen und Tiefen mit mir erleben durfte (oder auch musste).

Nun freue ich mich auf mein Leben nach dem Sport. Ich bin in der glücklichen Lage meinen geliebten Beruf als Bauzeichnerin all die Jahre im Spitzensport ausgeübt zu haben, und so stehe ich jetzt nicht vor dem Nichts und werde meine letzten zwei Monate in Davos mit einem 50%-Arbeitspensum geniessen, wobei trotzdem genug Zeit bleibt, meinem neuen Hobby, dem Telemark zu frönen. Natürlich werde ich auch weiterhin auf den Langlaufskis anzutreffen sein, einfach ganz und gar ohne Leistungsdruck. Ab April darf ich dann für die Caprez Ingenieure AG 80% arbeiten und dies von meinem neuen Zuhause Oberhofen am Thunersee aus! Ich freue mich!



 
Eine kleine Formel 1 Geschichte 2.2.2012
Es war einmal ein junger, motivierter Formel 1 Fahrer, welcher seit jeher für das Sauber F1 Team fuhr. Anfang der Saison erlitt er einen kleinen Crash, bei welchem er seinen rechten Frontflügel demolierte. Nach ausgedehnteren Untersuchungen wurde an seinem Boliden weitere kleine Mäkel entdeckt. Da er und sein Team das Auto nicht aufgeben wollte, musste der junge Fahrer weiterhin mit seinem demolierten Auto umher fahren. Anfangs war er überzeugt, weiterhin die gleiche Leistung wie seine grossen Vorbilder von Red Bull Racing erbringen zu können. Aber schon schnell merkte er, dass er seinen Fahrstill an seine neuen Gegebenheiten anpassen musste. Er durfte nicht mehr in jedem Training voll Gas fahren. Musste seinem Auto mehr Ruhezeiten gönnen. Denn sobald er im Kiesbett landete, so brauchte sein Team immer wieder lange Zeit um seinen Boliden wieder hin zubekommen. Ebenso musste er die Rückschläge verarbeiten und dies erforderte vom Fahrer viel Geduld. In seinem Kopf sehnte er sich nach seinen letztjährigen Erfolgen, wusste aber, dass er sich Zeit nehmen muss. Denn er wollte nur zurückkommen, wenn er endlich mal wieder ein anständiges Qualifying hinbekam. Den er wusste, dass er ohne eine gute Quali nicht im Wettkampf im vorderen Mittelfeld mitfahren konnte.
So dreht er weiter seine Trainingsrunden ganz gemütlich und nimmt es auch in den Kauf, dass er sogar von Formel 3 und DTM Autos im Training stehen gelassen wird. Wann die Zeit reif sein wird für ein Rennen, weiss der Fahrer momentan nicht. Er möchte sich die Zeit nehmen, denn er möchte nicht zu viel Risiko auf einen verfrühten Start nehmen. So hofft der Fahrer weiterhin vom Team und seinen Fans die nötige Unterstützung zu bekommen.




 
kein Start am Planoiras 17.1.2012
Vergangenen Sonntag wollte ich nun endlich einen richtigen Wettkampf bestreiten, aber leider blieb es beim wollen. Meine Erkältung ist zwar so gut wie ausgestanden, aber mein Körpergefühl ist momentan so schlecht und ich kann mich überhaupt nicht schnell bewegen und so würde ein Wettkampf auch keinen Spass machen. So habe ich mich entschlossen, den Planoiras als Zuschauer zu geniessen und dies gelang mir dann auch. :)
Mein nächstes Ziel ist nun der Königludwig Lauf am 5. Februar. Bis dahin kann ich noch einmal richtig gut trainieren und ich hoffe mein gutes Gefühl vom November kommt zurück.



Weitere Bilder vom Planoiras findet ihr auch unter www.urs-steger.ch

 
Winter wonderland Davos 11.1.2012
no comment :)



 
Tour de Ski China 5.1.2012
5.1.2012 – Tour de China ist zu Ende
Die Tour de China 2011/12 ist heute morgen mit meiner Ankunft in Davos zu Ende gegangen. Sportlich gesehen hat sich die Reise leider überhaupt nicht gelohnt. Kein zählbares Resultat, nur DNS oder DNF auf den Ranglisten... Wirklich enttäuschend, ich wäre wirklich sehr gerne in die neue Saison gestartet. Nun haben wir schon Anfang Januar und ich habe noch keine richtigen Wettkampfkilometer. Im Gegensatz dazu habe ich viele gute Eindrücke von China gewonnen, dies entschädigt mich vielleicht ein bisschen. Ich genoss die Zeit fern ab der Heimat, muss aber auch sagen, dass ich froh bin, wieder zu Hause zu sein. Leider ist meine Tasche irgendwo hängen geblieben. Momentan kann mir der Flughafen Zürich ausserdem nicht sagen, wo sich meine Tasche überhaupt befindet... :(

4.11.2012 – letzter Tag in Peking
Nachdem unsere Zugfahrt von Changchun nach Peking eher langweilig war, waren wir froh am Nachmittag endlich in Peking angekommen zu sein. Da alle vom Wettkampf und der Abschlussparty müde waren, ging es nur noch zu Pizzahut und anschliessend früh ins Bett. ;)
Da unser Flug nach Kopenhagen erst am Nachmittag von Peking abhob, hatten wir am Mittwoch Morgen noch Zeit für Sightseeing. Es gab eine grössere Gruppe, welche zur chinesischen Mauer herausfuhr und ein sehr kleines Stück davon ablief. Diese Mauer ist wirklich sehr eindrücklich und dazu hatten wir auch noch das passende Wetter.




2.1.2012 – Vasa Loppet China
Tja, versucht habe ich es... am Start hatte ich noch ein gutes Gefühl, aber das war nach km 10 fort und so versuchte ich es noch bis km 17, aber da stieg ich dann aus dem Rennen aus. Es schmerzt ein Wettkampf aufzugeben, aber es war wohl die bessere Entscheidung. Meine Bronchien hatten bei -21°C leider nicht viel Spass und waren einfach zu sehr vom Husten der letzten Tage gereizt. Nicht das ihr mich falsch versteht, ich hatte keinen Asthmaanfall oder so, aber die Kälte hat mir einfach nicht gutgetan und ich will meinen Körper einfach nicht überfordern.
Heute Abend gibt's das offizielle Vasa Bankett und morgen früh geht's mit dem Zug nach Peking zurück.



1.1.2012 – HAPPY NEW YEAR
Zuerst wünsche ich allen ein frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr hattet einen schönen Silvester und seit gut ins neue Jahr gestartet. Wir hatten gestern Abend ein kleines aber feines Silvester Buffet und alle haben sich mächtig heraus geputzt. Meine Silvester Abend-Kleidung kaufte ich kurz vor Ladenschluss in einem unterirdischen Fakemarket ;) Nachdem das Dinner zu Ende war, wollten wir in der Hotel Disco weiter feiern, aber daraus wurde dann nichts. Es wurden nur Chinesen reingelassen... Aber da das Hotel momentan wohl nur von Europäern (hauptsächlich Schweden für den Vasa Loppet) belegt ist, gab es dann an der Hotelbar doch noch eine gute Party. Kurz nach Mitternacht war ich im Bett.
Heute ging es, wie gestern auch schon, in den Jing Yuetan Park langlaufen. Im Stadion herrschte reger Betrieb und viele Chinesen versuchen sich im Langlauf, aber denke nicht das die dann morgen auch am Start sein werden. Es werden aber an die 40'000 Teilnehmer erwartet und dies dann auf einer 17km Runde mit 2 Spuren. Bin gespannt wie das dann abläuft.
Ich habe mich heute entschieden auch an den Start zu gehen. Auch wenn ich nun ein paar Tage krank war, möchte ich es versuchen und wenn es wirklich nicht geht, kann ich immer noch aussteigen. Was ich natürlich nicht hoffe. Der Start erfolgt um 9:30 (2:30 bei euch) und wenn ihr dann wach seit, bin ich hoffentlich schon im Ziel ;)
Drückt mir die Daumen, denn ein bisschen nervös bin ich schon.



30.12.2011 – Endlich wieder auf Schnee
Die Reise gestern Abend dauerte dann doch noch ein Weilchen und wir waren erst um 23 Uhr im Hotel. Aber was für ein Hotel... 5 Sterne für China und bei uns wäre es wohl auch 4 ½ ;), wobei das Frühstücksbuffet eine 5 verdient hat. Mega! Sogar mit Sushi! Endlich konnte ich auch wieder vernünftig durchschlafen und ich hab mich am morgen so richtig erholt gefühlt. Das frühstücken dauerte etwas länger als gewohnt und am Nachmittag ging es dann schliesslich auf die Loipe. Eigentlich wäre es nicht weit entfernt, aber leider sind zu jeder Tageszeit auch immer viele Chinesen unterwegs und so dauert eine Fahrt schnell mal eine Stunde.
Im Jing Yuetan Park ging es dann auf die Skis und abgelenkt vom vielen fotografieren der Schneeskulpturen merkte man dann auch die Kälte. Es soll auch die nächsten Tage immer so um die -20° sein. Zusammen mit Philip liefen wir einen grossen Teil der 17km Runde ab und ich genoss es einfach mich wieder zu bewegen. Fühle mich sozusagen zu 95% gesund ;)




29.12.2011 – es geht mir schon wieder besser
Meine Erkältung ist langsam am abklingen, ausser ein hartnäckiger Husten. Dieser Husten und das Jetlag liessen mich auch diese Nacht nicht viel schlafen, aber immerhin schon ein bisschen mehr als letzte Nacht. So wurde aus dem geplanten Footing noch nichts, und es ging wieder in die Stadt. Getreu meinem Motto zuerst Kultur dann Shopping ging's diesmal zum Lama Tempel und in das Sanlitun Village.
Heute Abend fliegen wir doch schon nach Changchun und so können wir hoffentlich schon morgen auf die Strecke vom Vasaloppet. Meine europäischen Langlauf Freunde hatten heute den zweiten Wettkampf in Xiwuqi und werden heute Abend ein schönes Galadinner geniessen...




Und jetzt habe ich gerade die Rangliste vom Sprint in Xiwuqi entdeckt. Unsere zwei einzigen Schweizer Vertreter, welche ja eigentlich letztes Jahr zurückgetreten sind, sind super gelaufen! Sandra im Prolog 4. und Gagi 15. Am Ende wurde es ein 7. (Sandra) und ein 12. Platz (Gagi).
Und Facebook und Twitter sind nun auch gehackt.

28.12.2011 - So habe ich mir das nicht vorgestellt
Am 26. startete mein Abendteuer Tour de Ski China. Meine Reise führte über Kopenhagen, wo wir die meisten anderen Athleten trafen, nach Peking. Der Flug von Kopenhagen nach Peking war ein Nachtflug mit einer sehr kurzen Nacht, da wir 7 Stunden Zeitverschiebung einholen mussten. So waren wir kurz nach Mittag in Peking und hatten am Nachmittag schon mal Zeit für ein bisschen Shopping. Aber schon schnell merkte ich, dass ich mich auf dem Flug wohl erkältet haben muss. Das Klima im Flugzeug war aber auch ziemlich sch... Heute früh klingelte der Wecker dann um 5 Uhr (was mit dem Jetlag gar nicht so schlimm war) und wir hätten nach Xiwuqi (innere Mongolei) weiter reisen sollen. Leider wurde daraus nichts, denn meine Erkältung wurde schlimmer. So versuche ich lieber in diesen zwei Tagen gesund zu werden, so dass ich danach fit nach Changchun zum Vasaloppet weiter reisen kann. Werde mich heute aber sicherlich noch aufraffen und mir Peking anschauen.

p.s. in Facebook wird es wohl keine Einträge aus China geben - alles gesperrt.




Während ich den halben Tag in Peking unterwegs war und mir die verbotene Stadt anschaute, sind die anderen schon ihren ersten Wettkampf in der inneren Mongolei gelaufen... sniff, aber es geht mir schon ein bisschen besser ;)
Hier die Resultate:
Damen, 3.8km
Herren, 5.7km

 
Ich könnt die ganze Welt umarmen... 12.12.2011
Denn ich konnte mit Erfolg mein CIS Stadium verteidigen. Aber der Reihe nach. Kurz nach der Veröffentlichung meiner Diagnose in der Presse suchte mich meine zweite Sehnerventzündung heim. Diese konnte aber wieder mit Erfolg behandelt werden und bildete sich wieder komplett zurück. Daraufhin wurde aber ein zweites MRI angeordnet und auch ich wollte wissen, was sich in meinem Kopf in den letzten 3 Monaten abgespielt hat. Denn ich habe in den letzten 3 Monaten normal weiter trainiert und wollte einfach Gewissheit, dass mir Spitzensport nicht schadet.
Und heute hatte ich meine Besprechung mit meinem Neurologen...
Er war sehr erfreut über meine Bilder und meine allgemeines Befinden. Die Entzündungsherde im Gehrin sind sogar leicht kleiner geworden und es sind keine neuen dazu gekommen Dies erfreut mich sehr und ich darf nun wie geplant meine Saison in Angriff nehmen.

Mein Wettkampfdebüt werde ich aber nicht in Europa bestreiten, sondern in China! Ich werde am 26. Dezember zur Tour de China reisen. Aber dazu dann später mehr


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