Saisonrückblick 2003/04 19.04.2004
So, nun habe ich die Langlaufskis für diese Saison endgültig im Keller verstaut. Zeit für eine kleine Saisonanalyse.
Diesen Winter gab es zwar keinen wirklichen Höhepunkt (WM oder Olympiade), trotzdem kann ich sagen es war mein bester Winter bis anhin. Ich habe mit dem Schweizermeistertitel im Sprint und den Weltcuppunkten in Trondheim (Sprint skating) und Lahti (10km klassisch) zwei wichtige Ziele erreicht.
Aber angefangen hat alles ganz anders. Im Dezember, beim zweiten Weltcup Wochenende, erwischte mich eine blöde Grippe, welche mir ziemlich viel Energie geklaut hatte. So hatte ich nachher eine lange Durststrecke zu überwinden, ehe ich wieder richtig in Form kam. Dies war dann zum Glück genau an den Schweizermeisterschaften in Pontresina, wo ich einen ganzen Medaillensatz holen konnte. Gold im Sprint skating, Bronze beim Skiathlon und Silber über 10km skating.
Nach diesen Resultaten gab mir Swiss Ski verschiedene Möglichkeiten im Weltcup zu starten. Bei diesen lief ich teilweise gut, aber teilweise auch katastrophal. So zum Beispiel auch in Oberstdorf wo ich bei der WM Hauptprobe beim Skiathlon zweitletzte wurde. Auch von solchen Wettkämpfen kann man etwas lernen. Eine Woche nach Oberstdorf wurde ich im Sprint in Stockholm 32. und beim 10km klassisch in Umea 41., somit war meine Moral wieder vorhanden und ich wollte nun endlich in die Top 30 laufen. Dies gelang mir dann endlich in Trondheim (18. Platz) und dann auch noch einmal in einem Distanzrennen in Lahti (29. Platz).
Diesen Winter habe ich sozusagen eine neue Disziplin entdeckt, nämlich den Sprint. In der Schweiz konnte ich jeden Sprint (klassisch oder skating) für mich entscheiden, und auch international erreichte ich immer wieder Topresultate (2 Siege und 1 x 2. Platz Continentalcup). Trotzdem möchte ich mich nicht spezialisieren, denn bei den Frauen gibt es ausser Marit Björgen fast keine Speziallisten.
Für nächstes Jahr habe ich mir viel vorgenommen. Denn ab Mai wird im neuen Stützpunkt Konzept von Swiss Ski trainiert. Dies wurde ein bisschen von den Deutschen abgeschaut (Olympiastützpunkte), aber nur so kommen auch wir endlich zum Erfolg. Die meisten Nationalmannschaftsmitglieder werden nun das ganze Jahr entweder in Andermatt oder in Davos wohnen und trainieren. Somit wird rundum ein gutes Trainingsangebot angeboten und in einer Gruppe trainiert es sich nun mal besser. Auch werden wir im Sommer / Herbst zweimal für drei Wochen auf dem Weissfluhjoch schlafen, aber dazu dann später einmal.
Nun geht es noch für eine Woche in die Ferien (Südtürkei) um zu erholen. Trainingsbeginn wird dann der 1. Mai sein und das erste Trainingslager vom 24. bis 29. Mai in Tenero.

Die Photos findet ihr in der Bildergalerie.
Saisonrückblick 2002/03 10.04.2003
Meine Ziele lege ich ja jeweils schon ziemlich früh fest. Das heisst ungefähr im September sitze ich mit meinem Trainer zusammen und bespreche, wo ich was laufen möchte. Als Hauptziele wurden die U23-WM und die Gesamtwertung des Continentalcups definiert. Wenn ihr aufmerksame Leser meiner Homepage seid, wisst ihr ja, dass ich diese Ziele auch erreicht habe (Sieg an der U23 WM und in der Gesamtwertung!). Für den Sieg beim Conticup musste ich jedoch den Engadin Skimarathon sausen lassen. Ich wäre wirklich gerne dort gelaufen, aber eben...
Bei den Continentalwettkämpfen lief ich zwei Siege heraus (Pontresina und Tarvisio) und drei weitere Podestplätze (Tauplitzalm, Tarvisio und Subiacco).
Bei nationalen Wettkämpfen (Swisscom Swisscup) gab es fünf Podestplätze bei sechs Starts (vier Siege). Dort waren jedoch nicht immer alle Nationalmannschaftsmitglieder am Start, da immer wieder Verletzungen unser Team plagte. Auch ich war wieder nicht ganz verschont von diesen. Meine bekannte Knochenhautentzündung machte sich auch wieder bemerkbar und so musste ich verschiedene nationale Wettkämpfe auslassen. So auch einen Wettkampf an der Schweizermeisterschaft im Lötschental (15km klassisch). Sonst lief es mir an der SM nicht schlecht. Obwohl es dort keinen Einzelsieg gab, war ich vier Mal auf dem Podest: Silber über 30km skating und im Sprint skating und eine Bronzene im Skiathlon. Eine Goldene gabs jedoch noch in der Staffel mit Sandra Gredig und Saskia Bösch.
Bei den Weltcups war ich nicht so erfolgreich. Anfangs Winter war ich immer um Platz 60 zu finden. Während des Winters bekamm ich nur noch in Asiago die Chance für Weltcuppunkte. An diesen lief ich auch haarscharf vorbei, es fehlten mir nur vier Sekunden!

Im ganzen bin ich mit meiner Saison sehr zufrieden. Denn ich konnte in verschiedenen Wettkämpfen beweisen, was ich drauf habe. Und so wird es auch für das nächste Jahr aussehen; jedes Jahr einen Schritt näher an die Weltspitze!

Die Fotos findet ihr in der Bildergalerie.
Saisonrückblick 2001/02 19.04.2002
Mein Saisonstart verlief nicht gerade planmässig. Nach 3 Wochen Trainingslager im hohen Norden (Saariselka) war mein erster Weltcupstart geplant! Mit grosser Nervosität lief ich meine ersten beiden Rennen. Betreffend der Resultate hatte ich natürlich keine Vergleiche, aber mit dem erreichten Rang war ich überhaupt nicht zufrieden. Bei meinem zweiten Weltcupeinsatz in Davos lief es besser. Vorallem mit der Leistung in der Staffel konnte ich zufrieden sein. Nach diesen ersten Wettkämpfen entschloss ich mich, trotzdem wieder im Continentalcup zu starten, da dies auch mehr meinem Alter angepasst ist.
Leider machte sich anfangs Jahr eine Knochenhautentzündung am Fussknöchel bemerkbar. Somit bestand mein Training einen Monat lang nur aus Klassisch und Joggen, was auch eine Wettkampfpause mit sich zog. Trotzdem ging es anfangs Februar nach Val di Fiemme zur U23-WM. Ich hatte keine Ahnung, wie es um meine Form stand. So konnte ich total unbeschwert starten. Die Wettkämpfe liefen mir ausgezeichnet! (3. Platz Verfolgung, 2. Platz Sprint, siehe Resultate).
Wieder zurück in Davos plagte mich eine Magen-Darm-Grippe. Trotzdem konnte ich Ende Februar nochmals im Continentalcup mein Können zeigen. So feierte ich meinen ersten Sieg in einem Einzelwettkampf über 15km klassisch. Dieser wurde im Massenstart ausgetragen. Die Startnummer 1 war für mich eine zusätzliche Motivation. Beim Continentalcup-Finale in Italien entzündete sich mein Fuss wieder so stark, dass ich meine Saison frühzeitig (3 Wochen zu früh) beenden musste!
Im Grossen und Ganzen kann ich sagen, dass ich mit meiner Saison zufrieden sein muss. Vorallem weil ich in der Gesamtwertung vom Continentalcup doch noch 3. geworden bin. Dies hat mir auch gleichzeitig den Verbleib im A-Kader gesichert.
Der grösste Nachteil an meiner Saison war sicherlich, dass ich in der Schweiz an zu wenigen Wettkämpfen gestartet bin. Einerseits durch meine Wettkampfpause wegen der Verletzung, andernseits durch die lange Abwesenheit Ende Saison durch die Continentalcup-Serie (von Slowenien direkt nach Spanien und Frankreich). Das möchte ich sicherlich in Zukunft wieder ändern!

Die Fotos findet ihr in der Bildergalerie.
 
 

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